Boys’Day 2026 – Muss man vor einem Zitteraal zittern?

Wissenschaftskommunikation zum Staunen

Da wir dieses Jahr den Tag wieder ähnlich gestaltet haben, sind Teile des Beitrags vom Boys’Day 2025 übernommen.

Nachdem wir letztes Jahr erfolgreich unseren ersten Boys’Day bei Zum Staunen* veranstaltet hatten, wussten wir, dass wir auch dieses Jahr jungen Menschen einen Einblick in unser Berufsfeld Wissenschaftskommunikation ermöglichen möchten.

Beim Boys’Day, der seit 2011 jährlich stattfindet, können Jungs einen Tag lang Berufe kennen lernen, in denen bisher wenige Männer arbeiten. So werden Klischees bei der Berufswahl überwunden und Hürden abgebaut. Bei weiblich dominierten Berufen denken viele zuerst an pflegerische, erzieherische und soziale Tätigkeiten. Doch auch in der Kommunikations- und Medienbranche arbeiten vor allem Frauen. Das macht auch die Wissenschaftskommunikation zu einem »Frauenberuf«. 

Im Team von Zum Staunen* brennen wir alle – unabhängig vom Geschlecht – für Wissenschaftskommunikation. Auch dieses Jahr haben wir uns dazu entschieden, unsere Leidenschaft durch einen Besuch im Museum und ein anschließendes Podcastprojekt zu vermitteln. Auch dieses Mal wollten wir den Jungs kreativen Freiraum geben und ihnen ein eigenes WissKomm-Produkt ermöglichen.

Bei dem Kurz-Podcast können die Jungs in der Erstellung kreativ werden und anhand dessen den kompletten Lebenszyklus eines WissKomm-Projekts von der Konzeption über die Recherche, Redaktion und Produktion bis zur Veröffentlichung nachvollziehen.

Vom Landesmuseum zum Podcast

Der Tag begann mit einer Einführung in die fünf Dimensionen der Wissenschaftskommunkation, zu denen wir uns gemeinsam Gedanken gemacht haben. Die Ergebnisse des Brainstormings dienten Carlos und Fionn später als Wegweiser bei der Erstellung ihres Podcasts. Inspiration für den Podcast haben wir uns im Landesmuseum Hannover geholt. Dort haben sich die Jungs auf die Suche nach einem Exponat gemacht, das sie zum Staunen bringt – ausgerüstet mit einem Fragebogen, der sie zum Nachdenken über die Ausstellungsstücke bringen sollte: Was unterscheidet dieses Objekt von den anderen? Welche Gefühle löst es in dir aus? Was würdest du gerne noch über das Objekt wissen? 

Die beiden Teilnehmenden des Boys’Day 2026 vor dem ausgewählten Exponat für ihre Mini-Podcastfolge

Schnell waren sich Carlos und Fionn einig, dass der lebendige Zitteraal in den »Wasserwelten« spannender ist, als ein ausgestopftes Landtier. Der Zitteraal lebt im Amazonas und ist, anders als sein Aussehen es vermuten lässt, gar kein Aal. Er gehört tatsächlich zu den Neuwelt-Messerfischen. 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Podcast-Produktion. Zunächst haben sich die Jungs das Ziel (»Kinder und Jugendliche über den Zitteraal informieren«) und die Zielgruppe (»Kinder und Jugendliche«) eines fiktiven Podcasts erarbeitet. Im nächsten Schritt entstand das Skript für die Kurz-Episode. Obwohl sich Carlos und Fionn vorher nicht kannten und auch keine Erfahrung in der Konzeption oder Produktion eines Podcasts hatten, konnten sie am Ende des Tages als Team eine gemeinsame Podcast-Folge vorweisen.

Bei der Aufnahme unter der Leitung von Christoph schlüpfte Carlos in die Rolle des Podcast-Hosts und Fionn in die Rolle des Experten. In ihrem fiktiven Podcast »Wissensaal« hat Carlos neugierige Fragen an Fionn gestellt, der diese mit interessante Fakten über den Zitteraal beantworten konnte.
Natürlich war es am Anfang ungewohnt, das Skript in ein Aufnahmegerät einzusprechen und die eigene Stimme zu hören. Nach ein paar Takes war der Podcast jedoch im Kasten und konnte geschnitten werden. Die fertig geschnittene Folge wurde mit Musik hinterlegt und beide können nun stolz auf ihre erste eigene Podcast-Folge blicken.

»Wissensaal« – Das Ergebnis

Entstanden ist ein Mini-Podcast – Carlos‘ und Fionns erstes eigenes WissKomm-Produkt, auf das die Teilnehmer echt stolz sein können: 

Ein Ergebnis zum Staunen! Wir sind beeindruckt davon, mit wie viel Begeisterung sich die beiden Jungs an die Aufgabe gemacht haben und was in so kurzer Zeit möglich ist. Das war für uns bei Zum Staunen* der zweite Boys’Day und wir hoffen, auch nächstes Jahr wieder unsere Begeisterung für Wissenschaftskommunikation teilen zu können. 

Auch wenn sich Carlos und Fionn später für einen anderen Lebensweg entscheiden: Wir hoffen, dass die beiden den Tag bei Zum Staunen* in guter Erinnerung behalten, die Arbeits- und Kommunikations-Methoden, die sie kennenlernten, auch im Schulkontext nutzen können und ihr neues Wissen über Zitteraale weiter teilen!

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